My Morning Routine: How Successful People Start Every Day Inspired (B. Spall & M. Xander)

Lass uns mit einem Gedankenexperiment beginnen: Stell dir einfach mal vor, du gestaltest deinen Morgen so, dass er dir Kraft gibt für den Rest deines Tages. Du wachst auf, stehst auf (mit Lust auf den Tag) und die ersten Minuten (vielleicht sogar Stunden) gehören ganz allein dir. Wüsstest du, was du dann tun würdest? Oder wärst du überfordert, da dein gewöhnliches Vorgehen wie folgt aussieht?

Wecker klingelt, Schlummertaste drücken, Wecker klingelt wieder, Schlummertaste nochmal drücken, Wecker klingelt wieder, aufstehen, grummelig ins Bad, ein zerknautschtes Gesicht im Spiegel ansehen, Kopf schütteln, duschen, anziehen, danach in Küche, im Halbschlaf noch schnell was frühstücken, raus aus dem Haus, arbeiten gehen… Oder, wenn du Vater oder Mutter bist: Aufwachen, umgehend für das Kind (oder die Kinder da sein), eventuell in einem glücklichen Moment schnell ins Bad huschen, zerknautscht in den Spiegel schauen, kurz darauf das quengelnde Kind am Hosenbein haben, usw. Alles in allem sind solche Starts zumeist eher nicht bewusst und selbstbestimmt, sondern unbewusst und oftmals, gerade mit Kindern, sehr herausfordernd. Statt bewusst zu AGIEREN, REAGIEREN wir häufig von der ersten Minute des Tages an.

Mach deinen Morgen magisch!

Mir erging es ähnlich, weshalb ich mich vor einiger Zeit dazu entschlossen habe, etwas auszuprobieren – meinen Morgen magisch zu machen, ihn aktiv zu gestalten. Ich stehe zur Zeit jeden Morgen zwischen 5 und 6 Uhr auf, vor allen anderen im Haus. Die Idee ist, dass ich mir dadurch den Start in den Tag so gestalten kann, wie ich es möchte. Und der Start ist die Grundlage für alles, was danach noch kommt. Vor meiner Partnerin und meinem Kind aufzustehen, gibt mir Zeit und Raum für mich selbst und mein kreatives Schaffen. 🙂 Ein Teil meines magischen Morgens ist seither Bücher zu lesen und Bücher (meistens von Audible) zu hören, um diese anschließend für mich und anderen zusammenzufassen. Mein aktuelles Ziel: Mindestens ein Buch pro Woche, gerne mehr.

“Um 5 Uhr aufstehen? Unmöglich!”, wirst du jetzt vielleicht denken. Ich sehe das anders, aber ich kann dich auch beruhigen, du musst nicht um 5 Uhr aufstehen, wenn das für dich nicht die passende Routine ist. Es geht mehr darum, deine Routine zu finden, deinen eigenen Morgen bewusster zu gestalten. Frühes Aufstehen kann da eine Möglichkeit sein. Mir gibt das frühe Aufstehen viel Freiraum und Motivation, da ich morgens noch frisch und unverbraucht bin. Dafür gehe ich am Abend allerdings auch früher ins Bett (zwischen 22 und 23 Uhr). Denn ausreichend Schlaf ist wichtig. Übrigens sind all das schon Themen, die auch im Buch zu finden sind, um das es in diesem Blogbeitrag geht.

Was kann ich tun, um in die Puschen zu kommen?

My Morning Routine: How Successful People Start Every Day Inspired” ist der Titel. Es ist bislang nur auf Englisch erhältlich (Stand Anfang Juli 2018). Da ich selber gerade noch auf der Suche nach der für mich perfekten Morgenroutine bin, habe ich es spontan bei Audible als Hörbuch gekauft. Ich höre es meistens beim Joggen oder wenn ich im Haushalt Arbeit erledige, zum Beispiel in der Küche, am liebsten mit AirPods. Ein paar Tage später habe ich mir das Buch auch als eBook gekauft, um einen besseren Überblick über die Kapitel zu bekommen. Du hast also die Wahl: Lesen oder hören.

Schon jetzt kann ich sagen, dass es ein sehr spannendes Buch ist. ERSTENS, weil es einen Einblick in die Morgenroutinen verschiedenster (erfolgreicher) Menschen gibt. Und ZWEITENS, weil es zusammenfasst (so gut das geht), worauf es ankommt, um einen erfolgreichen Morgen zu verleben. Es sind also nicht nur Interviews, sondern auch gute Hintergrundinfos darin zu finden. Wie kann ich meinen Morgen strukturieren? Was kann ich tun, um in die Puschen zu kommen? Und was können wir tun, wenn wir Eltern sind und doch eigentlich gaaaaaar keine Freizeit mehr haben?

Folgende Kapitel sind im Buch zu finden:

Einführung
Getting Up
Focus and Productivity
Morning Workouts
Morning Meditation
Evening Routines
Sleep
Parents
Self-Care
Different Enviroments
Adaptation
Conclusion

Grundsätzlich gilt: Es gibt nicht DIE Morgenroutine, vielmehr ist das Ziel, sich seine eigene, individuell passende zu kreieren. Und auch diese, einmal gefunden, kann sich jederzeit ändern. Das (Hör-) Buch gibt einen ausgezeichneten Anreiz dazu, sich selbst auf die Suche danach zu begeben bzw. die bereits vorhandene Routine noch einmal zu überdenken. Fakt ist: Jeder von uns hat eine Morgenroutine, ob bewusst gewählt oder unbewusst einfach so gelebt.

Fünf Schritte ins Glück?!

Wenn du dir deine eigene Morgenroutine gestalten willst, dann kannst du den folgenden fünf Schritten folgen, welche die Autoren am Ende ihres (Hör-) Buches nennen:

1. Schreib deine neue Routine auf, sei so spezifisch wie möglich (Z.B. aufstehen, auf die Toilette gehen, danach in die Küche und Flüssigkeit zu mir nehmen, …)
2. Nutze das Aufwachen als deinen Trigger, um mit der Morgenroutine zu beginnen. Jedes einzelne Element deiner Routine erinnert dich daran, das nächste zu starten.
3. Starte klein, z.B. mit einem fünf Minuten langen bzw. kurzen Workout. Das ist weniger einschüchternd als der Vorsatz sofort nach dem Aufstehen eine Stunde Workout zu machen. (Anm.: dazu empfehle ich das Buch Mini Habits (als Hörbuch oder eBook), welches ich an anderer Stelle noch besprechen werde)
4. Belohne dich, nachdem du die härtesten Sequenzen deiner Routine erledigt hast.
5. Gib jedem neuen Element, das du einführt, eine faire Chance. Etwas einfach nur für zwei, drei Tage auszuprobieren, um es dann sofort wieder aufzugeben, ist nicht genug. Die Autoren schlagen vor, dass du jedem neuen Element mindestens eine oder zwei Woche(n) Probezeit gewährst, um herauszufinden wie es dir gefällt.

Es geht also im Kern um eine Bewusstwerdung deiner bisherigen Routine und daran anschließend um ein anpassen, verändern und (temporäres) optimieren. Alle weiteren Infos dazu findest du auf der Seite mymorningroutine.com. Dort gibt es zahlreiche Interviews als Videos.

… Wer das Ganze und noch etwas mehr noch einmal hören möchte, dem empfehle ich meinen nagelneuen Podcast:

Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen: Viel Erfolg beim analysieren und gestalten deiner ganz persönlichen Morgenroutine! Berichte gerne mit Hilfe der Kommentarfunktion von deinen Erfahrungen. Was hast du erlebt? Wie hat es sich ausgewirkt? Was kannst du empfehlen?

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