May the miracle morning be with you!

Ich möchte diesen Blogbeitrag mit einer Liste meiner Aufstehzeiten der vergangenen sieben Tage beginnen:

8:07 Uhr (Montag)
5:33 Uhr
5:33 Uhr
5:34 Uhr
3:58 Uhr
5:35 Uhr
5:33 Uhr (Sonntag)

Jetzt gerade ist es 6:39 Uhr und ich schreibe meinen “Einfach machen!” Blogbeitrag für diese Woche. Und ich darf mit Stolz behaupten, diese Woche habe ich einfach mal gemacht, ich bin jeden Tag früh aufgestanden, so wie ich es mir am Sonntag vorgenommen habe. Den Montag ausgenommen, aber bekanntlich ist aller Anfang hin und wieder schwer… Jetzt wird sich der ein oder andere fragen: Was bedeutet Miracle Morning? Und warum zum Teufel steht Sven jeden Morgen so früh auf?!

Gute Fragen. Hier meine Antworten: Weil ich den Morgen magisch werden lassen möchte. Klingt komisch, ist aber eigentlich ganz einfach zu erklären. Am Morgen bin ich ausgeruht und erholt (wenn ich genügend geschlafen habe), mein Kopf ist noch nicht voll geladen mit Erlebnissen und meine Umwelt ist noch im Ruhemodus. Ich habe also die Möglichkeit, den Start des Tages so zu gestalten, wie ich es möchte, ohne von außen sofort gefordert zu sein. Als Vater einer fast 15 Monate alten Tochter bedeutet das, dass ich den Fokus in der Früh ganz auf mich legen kann ohne sofort Einflüsse von außen zu spüren und für andere da sein zu müssen.

Mein Morgenritual

Dadurch entsteht ein (magischer) Raum, den ich mit ganz verschiedenen Dinge füllen kann, zum Beispiel einem Morgenritual. Ritual bedeutet nicht, dass ich schon am Morgen um ein Feuer tanze und die Götter anbete, wobei es das auch beinhalten könnte, nein, es heißt, dass ich eine Abfolge von bestimmten Dinge tue. Ganz konkret waren das in dieser Woche bei mir: Mit dem Weckerklingeln aufstehen, ein Glas Wasser mit Zitronensaft trinken, ein Glas Wasser vermischt mit Athletic Greens trinken (darüber werde ich noch gesondert schreiben), einen Bullettproof Coffee aufsetzen, vier Durchgänge WimHof-Atmung machen, den Kaffee trinken, 10 bis 30 Minuten meditieren (z.B. die Morgenmeditation von Dr. Joe Dispenza) und danach entweder direkt etwas Sport treiben (laufen, mit dem Rad fahren, im See schwimmen, etc.) oder am Schreibtisch stehen (ja, ich nutze einen Stehschreibtisch) und schreiben oder lesen. Je nach Umfang und betriebenem Aufwand dauert das alles zwischen 45 und 150 Minuten.

Nach einer Woche darf ich sagen: Wow! Dieser magische Morgen lässt mich fitter, kreativer und produktiver werden! Allerdings braucht es eine gewisse Selbstdisziplin dafür. Und, wie ich durch eigenen Ausprobieren festgestellt habe, ein früheres zu Bett gehen als gewöhnlich. In den Wochen zuvor habe ich schon ein wenig damit experimentiert und festgestellt: Wenn ich um 0 Uhr ins Bett gehe und um 5:30 Uhr aufstehen will, dann klappt das zwar, führt aber über einen längeren Zeitraum zu einem Schlaf- und Lebensenergiedefizit, vor allem in Zeiten, wo der Tag sehr fordernd ist. Es ist weniger ein Problem, wenn der Tag entspannt verläuft (privat und beruflich) und Körper und Geist am Abend schon erholt und nicht allzu belastet ins Bett gehen können.

Der Morgen gehört ganz allein mir!

Diese Woche bin ich (mit einer Ausnahme) immer zwischen 22 und 23 Uhr zu Bett gegangen. Mein Körper ist zwar nicht jeden Morgen gleich frisch und fit, aber nach der Morgenroutine und vor allem nach ein bisschen Sport (vor allem wenn ich schwimmen gehe) fühle ich mich topfit. Ich kann jedem nur empfehlen, das selbst einmal auszuprobieren. Es gibt nicht DIE Routine, sondern jeder sollte seine eigene finden. Auch ich bin noch immer auf der Suche nach der für mich zur Zeit passenden. Aber Fakt ist, dass diese Woche sehr erfüllend war, da ich am Morgen ausreichend Zeit für mich hatte. Ich bin ein Mensch, der das braucht und sehr schätzt. Aber natürlich spricht nichts dagegen, den Morgen auch zu zweit schon früh zu beginnen und gewisse Dinge miteinander zu teilen und sich gegenseitig zu motivieren.

Ein gutes Beispiel für dieses Gemeinsame ist der Freitag dieser Woche. An diesem Tag bin ich um 3:58 Uhr aufgestanden, wenn ich hatte die Aufgabe, zusammen mit einer Kollegin den “Wake up and run“-Lauf in Basel zu moderieren. Wir haben dort die Begrüßung der TeilnehmerInnen moderiert, ein lustiges Warmup geleitet und die LäuferInnen anschließend wieder in Empfang genommen. Die Idee dieser Laufserie ist es, dass Menschen aus der jeweiligen Stadt sich um 5:30 Uhr treffen, um eine 5 bis 6 Kilometer lange Strecke zu laufen und Spaß zu haben. Ohne Zeitmessung. Zu einer Zeit, wo der Rest der Stadt noch schläft.

Erquickt für alles, was noch kommt

Nach dem Lauf gibt es für alle Frühstück und ein lustiges Beisammensein. In Basel haben knapp 400 Menschen daran teilgenommen. Viele sind zu zweit oder in größeren Gruppen gekommen. Die meisten waren zwischen 6:30 und 7 Uhr mit Lauf, Plausch und Frühstück fertig und konnten erquickt den Rest des Tages in Angriff nehmen. Eine sehr schöne Idee. Ich selbst bin auch mitgerannt und habe die Strecke am Rhein sehr genossen. Dafür musste ich am Mittag ein Schläfchen nachschieben, denn die Nacht war dann doch sehr kurz. Vier Stunden Schlaf + aktive Belastung waren eindeutig zu wenig!

Wie startest du derzeit in den Tag? Hast du ein bestimmtes Ritual, mit dem du jeden Tag beginnst? Startest du bewusst oder unbewusst? Nimmst du dir Zeit für dich oder bist du vom Augenaufschlag an fremdbestimmt? Ist es für dich passend und gibt es dir Kraft und Lust für den Rest des Tages oder ist es stressig? Wie auch immer, du hast es in der Hand deinen Morgen zu gestalten. Vielleicht inspiriert dich dieser Beitrag zum Ausprobieren, zum Verändern und neu entdecken? Das würde mich sehr freuen.

Ich jedenfalls werde damit weiter machen und dich auf dem Laufenden halten. Jetzt ist es 7:23 Uhr und ich habe das Bedürfnis, mich ein wenig zu bewegen. Also, einen wunderschönen Tag noch! Und vor allem: May the miracle morning be with you!

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